Strategische Markenführung
Strategie in Zusammenhang mit Marken als soziokulturellen Werten klingt
nach Zukunftsforschung. Zukunftseinschätzungen sind jedoch nicht
unbedingt die soliden Bausteine, auf die das wirtschaftliche Wohlergehen
eines Unternehmens gebaut werden könnte.
Die Lünstroth Markenberater verzichten deshalb auf vage Annahmen
zukünftiger Entwicklungen und entwickelt Markenführungsmodelle,
die auf evolutionären Prinzipien beruhen. Der Grundsatz lautet: Die
Vermeidung von Fehlentwicklungen schafft die Freiheit des Handels in der
Zukunft. Konkret bedeutet das, die Marke(n) so offen zu halten, dass zukünftige
Ausweitungen des Markennetzes möglich sind, sie jedoch andererseits
so eng zu fokussieren, dass eine Kompetenzerosion im Markt (mit der allgegenwärtigen
Gefahr der Austauschbarkeit) nicht auftreten kann.
Dieses Vorgehen befreit nicht von Konditional-Analysen. Es versteht sich
von selbst, dass mögliches Verhalten von Wettbewerbern bei der Entwicklung
des Image-Korridors einer Unternehmensmarke berücksichtigt werden
muss. Die Definition des Korridors vermeidet aber die Notwendigkeit grundlegender
(und damit kostenintensiver) strategischer Wechsel innerhalb der Markenführung.
Die Modifikationen und Aktionen innerhalb des Imagekorridors sind damit
jederzeit marktgerecht gestaltbar. Auch der Korridor selbst ist nicht
als starre Röhre zu verstehen, sondern als ein flexibler Schlauch,
dessen Richtung sich in Abhängigkeit von Megatrends den Bedürfnissen
der globalen Märkte anpassen kann. Insofern kann strategische Markenführung
niemals ein abgeschossenes Konstrukt sein; es ist ein Prozess, der kontinuierlich
ein Optimum an Markenkraft im Marktumfeld sicher stellt.
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