Markenarchitektur
Im
Gegensatz zur Entwicklung neuer Gebäudekomplexe entstehen Markenwelten
sehr selten aus dem Nichts. In der Regel ist zumindest das Fundament eines
Hersteller- oder Absenderbrandings vorhanden.

Modellhafte Markenarchitekturen findet man heute nur noch in der Literatur. Fusionen und Übernahmen haben im Bereich der Unternehmensmarken zu markt- und geschichtsformierten Mischgebilden geführt, die sich den Vorgaben der Markenlehre nicht beugen. (Zur Abgrenzung Produkt-, Sortiments- und Unternehmensmarken siehe auch Marken-Schwamm.)

Heute besteht eher die Gefahr der Markenverwässerung als die einer Nichtnutzung von Synergiepotentialen.
Vielfach versuchen Unternehmen, via Line-Extensions auch im Unternehmensmarkenbereich ihr Markenkapital bestmöglich zu nutzen. Diese Strategie findet ihre Grenze im Markenprofil: Wenn die Markenwerte im Kopf der Zielgruppen verwässern, sind die Grenzen sinnvoller Markennutzung überschritten.

Im Gegensatz zu Dachmarkenkonstruktionen sind Monomarkenführungen auf Unternehmensmarkenebene relativ risikoarm; eine Markenschwäche trifft naturgemäß nur einen Konzernbereich und kann nicht den Gesamtkomplex schwächen. Andererseits kann diese Konstruktion nur sehr selten Markendominanz entfalten.

Bestehende Werte nutzen
Die geschickte Nutzung dieser Fundamental-Marken vermeidet hohe Aufwendungen
in den kompletten Neuaufbau von Markenfamilien. (Allerdings gibt es häufig
gute Gründe, Markenkomplexe komplett neu zu errichten. Ein solcher
Schritt will vor dem Hintergrund der enormen Bedeutung von Vertrauenswerten
in bestehende Marken und ihre soziokulturelle Verflechtung mit bestehenden
Abnehmer- und Kundengruppen wohl abgewogen sein.)
Eine anspruchsvolle Aufgabe erwächst aus Fusionen; vor allem dann, wenn zwei starke Marken verschmelzen und die Synergiepotentiale genutzt werden sollen, ohne bestehende Markenwerte zu gefährden.
Im Fokus steht hier nicht nur die Positionierung und Wahrnehmung auf Verbraucherseite, sondern vor allem auch das "Mitnehmen" der Mitarbeiter, die häufig nach Orientierung im Vakuum einer noch nicht fixierten neuen Markenarchitektur suchen.

Vorausschauend agieren, schnell reagieren
Im Gegensatz zum Industriezeitalter und seinen Markenlebenszyklen ist
heute auch in Markenführung und Markenarchitektur ein hohes Maß
an Flexibilität gefordert. Konnte sich ein Unternehmen noch vor einigen
Jahrzehnten darauf verlassen, dass Produktportfolio und Marken-Aura für
eine lange Zeit deckungsgleich sein konnten, ist heute ein rasches Reagieren
auf veränderte Märkte, Zielgruppeneinstellungen und technologische
Entwicklungen unabdingbar.

Markengebäude, die wachsen können
Für die Lünstroth Markenberater ist Markenarchitektur deshalb
ein dynamischer Prozess: Schon bei der Gestaltung der grundlegenden Strukturen
muss eine hohe Flexibilität der Markenstrukturen sicher gestellt
werden. Dann bleibt bei voller Markenkraft genügend Spielraum, um
ohne Glaubwürdigkeitsverluste die Markenkompetenzen auf andere, verwandte
oder sogar neue Produktbereiche ausdehnen zu können.

Die Leistungen der Lünstroth Markenberater im Bereich Markenarchitektur:
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Analyse der bestehenden Markenarchitektur: Prüfung auf innere und äußere Kohärenz, Transparenz für interne und externe Zielgruppen und historische Entwicklung
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Darlegung möglicher Beschränkungen (aus Außensicht) und der Ausbaumöglichkeiten innerhalb der bestehenden Architektur
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Darlegung der Möglichkeiten alternativer Architekturen und der damit verbundenen möglichen Umstellungen
Entwicklung einer Beurteilungsmatrix für mögliche alternative Marken-Architekturen
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Erstellung von Transfer-Fahrplänen für die Durchsetzung von markenarchitektonischen Modifikationen (intern/extern)
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Ableitung der aus der Modifikation gegenbenfalls erwachsenden Aufgabenstellungen für Corporate Identity, Design, Behavior.
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Aufbau von Brand Management Systemen zur Umsetzung der Modifikationen in den tangierten Bereichen der Identity
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